LIFE

Auf einen Blick

Was wird gefördert:

Innovative Methoden und Pilotprojekte in den Bereichen Energiewende, Klimaanpassung, Kreislaufwirtschaft, Natur-, Umwelt- und Klimaschutz sowie Projekte, die Ziele des EU-Rechts im Bereich Umwelt und Klima umsetzen.

Wer wird gefördert:

Juristische Personen, also z.B. Kommunen, Kreise und Unternehmen.

Wie wird gefördert:

Zuschuss. Die Ko-Finanzierung beträgt grundsätzlich 60%, im Teilprogramm „Naturschutz und Biodiversität“ bis zu 75%, im Teilprogramm „Energiewende“ bis zu 95%. Im Teilprogramm „Energiewende“ üblicherweise Konsortialförderung.

Beratung

Nationale Beratungsstelle für das LIFE-Programm Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH
Stresemannstr. 69-71
10963 Berlin

Fon: +49 (0) 228 99 305 4363
Kontakt: ZUG

Die Details

Ziele


Allgemeines Ziel:

  • Unterstützung des Übergangs hin zu einer nachhaltigen, kreislauforientierten, energieeffizienten, auf erneuerbare Energien gestützten, klimaneutralen und klimaresilienten Wirtschaft

Spezifische Ziele:

  • Entwicklung und Demonstration innovativer Technologien, Methoden und Ansätze für die Verwirklichung der Ziele der EU im Bereich Umwelt und Klima
  • Förderung der Entwicklung, Überwachung und Durchsetzung des EU-Rechts in den Bereichen Umwelt und Klima
  • Katalysatorfunktion für die großmaßstäbliche Anwendung erfolgreicher Lösungen in den Bereichen Umwelt und Klima


Struktur:

Programmbereich Umwelt

  • Teilprogramm „Naturschutz und Biodiversität“
  • Teilprogramm „Kreislaufwirtschaft und Lebensqualität“

Programmbereich Klimapolitik

  • Teilprogramm „Klimaschutz und Klimaanpassung“
  • Teilprogramm „Energiewende“

Förderfähige Maßnahmen


Prioritäten im Teilprogramm „Naturschutz und Biodiversität“:

  • Maßnahmen zur Umsetzung der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (Artenschutz)
  • Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Natura-2000-Netzwerk (Umweltschutz)
  • Wiederherstellung degradierter und kohlenstoffreicher Ökosysteme
  • Maßnahmen zur Stärkung des Waldes
  • Maßnahmen für Bestäuber
  • Umweltmaßnahmen in der Landwirtschaft oder städtischen Gebieten

Prioritäten im Teilprogramm „Kreislaufwirtschaft und Lebensqualität“:

  • Luftqualität
  • Boden
  • Wasser
  • Abfälle und Kreislaufwirtschaft
  • Chemikalien
  • Lärm
  • Ressourceneinsatz und –effizienz
  • Neues Europäisches Bauhaus


Prioritäten im Teilprogramm „Klimaschutz und Klimaanpassung“:

  • Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels
  • Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel
  • Governance und Informationsmaßnahmen

Prioritäten im Teilprogramm „Energiewende“:

  • Energiewendeprojekte auf lokaler und regionaler Ebene
  • Energieeffizienz und Energiewende im Gebäudebereich
  • Energieeffizienz und Energiewende in Industrie und Wirtschaft
  • Aktivierung privater Finanzmittel für die Energiewende
  • Entwicklung lokaler und regionaler Investitionsprojekte
  • Unterstützung für Erzeugergemeinschaften und Beteiligungsprojekten von Bürger*innen

Förderung


Förderinstrumente:

  • Standardaktionsprojekte (SAP) sind das Standardinstrument in allen Teilprogrammen für Demonstrations- und Pilotprojekte
  • Strategische integrierte Projekte (SIP) sind für ambitionierte, großräumige Vorhaben in den Teilprogrammen „Kreislaufwirtschaft und Lebensqualität“, „Klimaschutz und Klimaanpassung“ sowie „Energiewende“ vorgesehen
  • Strategische Naturschutzprojekte (SNAP) sind für ambitionierte, großräumige Vorhaben im Teilprogramm „Naturschutz und Biodiversität“ vorgesehen
  • Projekte der technischen Hilfe
  • Sonstige Maßnahmen, einschließlich Koordinierungs- und Unterstützungsmaßnahmen (CSA)

Budget:

  • Gesamtbudget: 5,4 Mrd. Euro

Teilbudgets:

  • Naturschutz und Biodiversität: 2,1 Mrd. Euro
  • Kreislaufwirtschaft und Lebensqualität: 1,3 Mrd. Euro
  • Klimaschutz und Klimaanpassung: 0,9 Mrd. Euro
  • Energiewende: 1 Mrd. Euro


Ko-Finanzierung:

  • Die Ko-Finanzierungsrate beträgt grundsätzlich max. 60%
  • Für Projekte im Teilprogramm „Naturschutz und Biodiversität“ beträgt die Ko-Finanzierungsrate max. 75%
  • Die Ko-Finanzierungsrate für Betriebskostenzuschüsse beträgt 70%
  • Die Ko-Finanzierungsrate für Projekte der technischen Hilfe für den Aufbau von Kapazitäten beträgt im ersten Arbeitsprogramm max. 95% und im zweiten Arbeitsprogramm max. 75%
  • Für Koordinierungsmaßnahmen im Teilprogramm Energiewende beträgt die Ko-Finanzierungsrate aktuell 95%. Genaueres entnehmen Sie dem jeweiligen Aufruf

Kombination mit anderen Programmen:

  • Projekte, die Mittel aus LIFE erhalten, können durch Mittel aus anderen EU-Programmen ko-finanziert werden
  • Projekte, die im Rahmen des LIFE-Programms ein Exzellenz-Siegel erhalten haben, dürfen unter bestimmten Bedingungen aus den Strukturfonds gefördert werden:
    • Das Projekt wurde im Rahmen einer Aufforderung zur Einreichung bewertet
    • Das Projekt erfüllt die Mindestanforderungen der Aufforderung
    • Das Projekt kann aufgrund von Haushaltszwängen nicht im Rahmen der Aufforderung über LIFE finanziert werden

Antragsberechtigte


Antragsberechtigte:

  • Antragsberechtigt sind grundsätzlich alle juristischen Personen, also z.B. Kommunen und Kreise.
  • Die genauen Bestimmungen zu den Antragsberechtigten sind den jeweiligen Förderaufrufen zu entnehmen.
  • Das Programm steht zudem internationalen Organisationen offen.


Teilnahmeberechtigte Länder:

  • EU-Mitgliedstaaten
  • EWR und EFTA-Staaten
  • Beitretende Staaten
  • Länder der europäischen Nachbarschaftspolitik
  • Assoziierte Drittländer

Beantragung


Arbeitsprogramme:

  • Die EU-Kommission verabschiedet im Rahmen des Programms zwei mehrjährige Arbeitsprogramme
  • In den Arbeitsprogrammen werden die geplanten Aufrufe und Mittel festgelegt
  • Das Arbeitsprogramm 2021-2024 ist veröffentlicht

Antragstellung:

  • Aufrufe werden über das EU Funding & Tenders Portal veröffentlicht
  • Zur Antragstellung wird eine Registrierung im EU Funding & Tenders Portal benötigt
  • Antragstellende Institutionen benötigen eine mehrstellige Identifikationsnummer, den sogenannten „Participant Identification Code“ (kurz: PIC)

Projektpartner:

  • Aufrufe im Teilprogramm „Energiewende“ setzen häufig ein Projektkonsortium voraus. Genaueres entnehmen Sie bitte dem jeweiligen Aufruf
  • In den anderen Teilprogrammen sind keine Projektpartner nötig


Gewährungskriterien (Auswahl):

  • Projekte müssen einen erheblichen Beitrag zu den Zielen des LIFE-Programms leisten
  • Projekten mit der größten Wirkung ist Vorrang zu gewähren
  • Projekten mit dem größten Potenzial, repliziert und übernommen zu werden, ist Vorrang zu gewähren
  • Projekte in Gebieten mit besonderer Schutzbedürftigkeit oder besonderen ökologischen Herausforderungen müssen besonders berücksichtigt werden

Für den Erwerb von Flächen gelten folgende Bedingungen:

  • Der Erwerb trägt zur Integrität und besseren Verknüpfung eines Natura-2000-Netzes bei
  • Der Erwerb ist die einzige oder kostenwirksamste Möglichkeit, um Erhaltungsziele zu erreichen
  • Die Flächen sollen langfristig den Zielen des LIFE-Programms dienen
  • Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass die Flächen langfristig Naturschutzzwecken dienen

Weitere Informationen


Rechtsgrundlage:

Eur-Lex Datenbank: Verordnung (EU) 2021/783

Website: EU-Kommission

Arbeitsprogramm:

Funding & Tenders Portal: LIFE Dokumente

Website: EU-Kommission

Programmwebsite:

Programmwebsite der nationalen Kontaktstelle ZUG

Website: ZUG

Programmwebsite der Europäischen Exekutivagentur für Klima, Infrastruktur und Umwelt (CINEA)

Website: CINEA


Verwaltung:

Das LIFE-Programm wird von der Europäische Exekutivagentur für Klima, Infrastruktur und Umwelt (CINEA) verwaltet.

Europäische Exekutivagentur für Klima, Infrastruktur und Umwelt (CINEA)
Chaussée de Wavre 910
B-1040 Brussels, Belgium

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz hat die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH als nationale Beratungsstelle für das LIFE-Programm benannt.

Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH
Stresemannstr. 69-71
10963 Berlin

Die Beratung zum Teilprogramm Energiewende ist beim Projektträger in Jülich (PTJ) angesiedelt.

Projektträger Jülich
Fon: +49 (0) 246 61 61 89 55
Kontakt: PTJ

Letzte Aktualisierung: 04.07.2022

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