Interreg C: Interreg Europe

Auf einen Blick

Was wird gefördert:

Interregionale Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch zur besseren Umsetzung regionaler Strukturförderung.

Wer wird gefördert:

Juristische Personen, also z.B. Kommunen, Kreise, Wirtschaftsförderungen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen.

Wie wird gefördert:

Zuschuss. Ko-Finanzierung von 70-80%.

Beratung

Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klima und Energie NRW
Berger Allee 25
40213 Düsseldorf

Fon: +49 (0) 211 61 772 167
Kontakt: MWIKE

Die Details

Ziele


Politische Ziele (PZ) der EU-Strukturförderung:

  • Ein wettbewerbsfähigeres und intelligenteres Europa (PZ 1)
  • Ein grüneres und widerstandsfähigeres Europa (PZ 2)
  • Ein stärker vernetztes Europa (PZ 3)
  • Ein sozialeres Europa (PZ 4)
  • Ein bürgernäheres Europa (PZ 5)

Interreg-spezifische Ziele (Auszug):

  • Umsetzung der Ziele der Strukturförderung (s.o.)
  • Eine bessere Governance der Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Verwaltungen, Bürger*innen und Zivilgesellschaft der Mitgliedstaaten und ihrer Regionen
  • Eine bessere Zusammenarbeit mit Dritt- und Partnerländern
  • Mehr Sicherheit in Europa

Spezifisches Ziel INTERREG C: Interreg Europe:

  • Unterstützung der interregionalen Zusammenarbeit, um die Effektivität der EU-Strukturförderung durch Erfahrungsaustausch, innovative Ansätze und Kapazitätsaufbau zu stärken


Interreg-Programmstruktur:

  • Interreg A: grenzüberschreitende Zusammenarbeit
  • Interreg B: transnationale Zusammenarbeit
  • Interreg C: interregionale Zusammenarbeit
  • Interreg D: Zusammenarbeit der Gebiete in äußerster Randlage (trifft für Deutschland nicht zu)

Interreg C: Einzelprogramme:

  • Interreg Europe
  • Urbact
  • Interact
  • ESPON

Förderfähige Maßnahmen


Spezifische Ziele in PZ 1:

  • Forschungs- und Innovationskapazitäten, Digitalisierung, Kompetenzen, nachhaltiges Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit

Spezifische Ziele in PZ 2:

  • Energieeffizienz und Reduzierung von Treibhausgasemissionen, erneuerbare Energien, intelligente Energiesysteme, Klimaanpassung, Zugang zu Wasser, Kreislaufwirtschaft, Naturschutz, nachhaltige städtische Mobilität

Spezifische Ziele in PZ 3:

  • Klimaresiliente, intelligente, sichere, nachhaltige und intermodale TEN-T-Verkehrskorridore, nachhaltige Mobilität


Spezifische Ziele in PZ 4:

  • Effektivität der Arbeitsmärkte, gleichmäßiger Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen, Widerstandsfähigkeit der Gesundheitssysteme, Kultur und Tourismus für soziale Inklusion und wirtschaftliche Entwicklung, Zugang zu Bildung, Inklusion marginalisierter Communities und Haushalte, sozioökonomische Integration

Spezifische Ziele in PZ 5:

  • Nachhaltige integrierte territoriale Entwicklung, Kultur, Naturerbe, nachhaltiger Tourismus sowie Sicherheit in urbanen und anderen Räumen

Förderinstrumente:

  • Interregionale Kooperationsprojekte (Projektdauer max. 4 Jahre, üblicherweise 5-16 Partner bei einem Budget von i.d.R. 1-2 Mio. Euro)
  • Policy Learning Platform

Förderung


Budget:

  • Das Gesamtbudget für alle Interreg Programme beträgt 8,05 Mrd. Euro

Teilbudgets:

  • Interreg A: 6,7 Mrd. Euro (72,2%); davon entfallen auf das Programm Interreg A Deutschland-Nederland: 241 Mio. Euro
  • Interreg B: 2,3 Mrd. Euro (18,2%); davon entfallen auf Interreg B Nordwesteuropa: 310 Mio. Euro
  • Interreg C: 557 Mio. Euro (6,1%); davon entfallen auf Interreg Europa: 379 Mio. Euro, auf Urbact: 85 Mio. Euro, auf ESPON: 48 Mio. Euro und auf Interact: 45 Mio. Euro
  • Interreg D: 329 Mio. Euro (3,5%)


Ko-Finanzierung:

  • Die EU-Kofinanzierung beträgt 80% für Körperschaften des öffentlichen Rechts (z.B. Kommunen und Kreise)
  • Die EU-Kofinanzierung beträgt 70% für Körperschaften des Privatrechts

Förderfähige Kosten:

  • Personalkosten 
  • Büro und Verwaltungsausgaben
  • Reisekosten
  • Externe Expertise und Dienstleistungen
  • Ausrüstung
  • Infrastruktur und Arbeiten (nur für Pilotprojekte)

Antragsberechtigte


Antragsberechtigte:

  • Antragsberechtigt sind nicht-gewinnorientierte juristische Personen, das heißt z.B. Kommunen, Kreise, Wirtschaftsförderungen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Vereine und Verbände, die im Bereich der Strukturförderung tätig sind

Teilnahmeberechtigte Länder:

  • EU-Mitgliedstaaten
  • Norwegen
  • Schweiz


Projektpartner:

  • Es werden Partnerschaften mit 5 bis 16 Mitgliedern empfohlen. Dabei soll u.a. auf geographische Ausgeglichenheit und die Teilnahme von Regionen mit unterschiedlichem Entwicklungsstand Rücksicht genommen werden.

Beantragung


Arbeitsprogramm:

  • Das Interreg Europe Programmhandbuch gilt für die gesamte Förderperiode
  • Es umfasst wesentliche förderrelevante Fragen und wird vom Programmausschuss beschlossen
  • Das Programmhandbuch ist veröffentlicht


Antragstellung:

  • Aufrufe werden auf der Programmwebsite veröffentlicht
  • Anträge können über das Onlineportal auf der Programmwebsite eingereicht werden
  • Antragssprache ist englisch

Website: Antragsportal

Weitere Informationen


Rechtsgrundlage:

Eur-Lex Datenbank: Verordnung (EU) 2021/1059

Website: EU-Kommission

Eur-Lex Datenbank: Durchführungsbeschluss (EU) 2022/74 zur Budgetverteilung

Website: EU-Kommission

Eur-Lex Datenbank: Durchführungsbeschluss (EU) 2022/75 zu den Interreg-Programmgebieten

Website: EU-Kommission

Arbeitsprogramm:

Programmleitfaden auf der Website des Programmsekretariats

Website: Interreg Europe


Programmwebsite:

Programmwebsite Interreg Europe

Website: Interreg Europe

Verwaltung:

Interreg Europe wird in geteilter Mittelverwaltung umgesetzt. Die Umsetzung des Programms wird durch das gemeinsame Programmsekretariat in Lille koordiniert.

Interreg Europe Joint Secretariat
Rue de Tournai 45
59000 Lille
Frankreich

Fon: +33 (0) 328 144 100
Kontakt: Interreg Europe

Das Programmsekretariat wird durch ein Netzwerk von Interreg Kontaktpunkten unterstützt. Für die Metropole Ruhr ist die Interreg Europe Kontaktstelle beim Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klima und Energie NRW zuständig.

Letzte Aktualisierung: 18.08.2022

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