ERASMUS+ Hochschule

Auf einen Blick

Was wird gefördert:

Lernmobilität von Individuen und Gruppen, die Zusammenarbeit von Organisationen und Einrichtungen sowie die politische Zusammenarbeit im Bereich Hochschule.

Wer wird gefördert:

Juristische Personen, insbesondere Hochschulen, teilweise aber auch Kommunen, Kreise, Unternehmen, Vereine und Verbände.

Wie wird gefördert:

Zuschuss. Zuschüsse in den Leitaktionen 1 und 2 werden in der Regel als Pauschalen und Tagessätze gewährt.

Beratung

Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V.
Nationale Agentur für Erasmus+ Hochschulzusammenarbeit (NA DAAD)
Kennedyallee 50
D-53175 Bonn

Fon: +49 (0) 228 882-180
Kontakt: DAAD

Die Details

Ziele


Allgemeine Ziele:

  • Unterstützung der bildungsbezogenen, beruflichen und persönlichen Entwicklung von Menschen
  • Förderung von nachhaltigem Wachstum, hochwertiger Beschäftigung und sozialem Zusammenhalt sowie die Anregung von Innovationen in Europa
  • Stärkung der europäischen Identität und des bürgerschaftlichen Engagements

Teilbereiche:

  • Allgemeine und berufliche Bildung (Erwachsenen- und Berufsbildung, Hochschul- und Schulbildung)
  • Jugend
  • Sport

    Spezifisches Ziel im Bereich Hochschule:

    • Förderung der Lernmobilität von Einzelpersonen und Gruppen im Bereich der Hochschulbildung

    Leitaktionen:

    • Die Ziele werden in den Teilbereichen mittels dreier Leitaktionen verfolgt
    • Leitaktion 1: Lernmobilität
    • Leitaktion 2: Zusammenarbeit zwischen Organisationen und Einrichtungen
    • Leitaktion 3: Unterstützung der Politikentwicklung und der politischen Zusammenarbeit
    • Darüber hinaus werden im Bereich allgemeine und berufliche Bildung sogenannte Jean-Monnet-Maßnahmen durchgeführt

    Förderfähige Maßnahmen


    Leitaktion 1 (Lernmobilität):

    • Lernmobilität von Studierenden und Hochschulpersonal
    • Lernmobilität kann mit virtuellem Lernen und Maßnahmen wie Fremdsprachenförderung, vorbereitenden Besuchen, Schulungen und Formen der virtuellen Arbeit einhergehen

    Leitaktion 2 (Zusammenarbeit zwischen Organisationen):

    • Themenbezogene Kooperationspartnerschaften, einschließlich kleinerer Partnerschaften (z.B. in den Themenfeldern digitaler und grüner Wandel, Inklusion, Werte und Vielfalt oder Entwicklung von Schlüsselkompetenzen)
    • Exzellenzpartnerschaften (Netzwerke von Einrichtungen mit dem Ziel Exzellenz zu fördern, insbesondere Europäische Hochschulen und Erasmus-Mundus-Masterabschlüsse)
    • Innovationspartnerschaften (Partnerschaften mit dem Ziel innovative Verfahren zu entwickeln), insbesondere Allianzen für Innovation (Kooperation des Hochschulbereichs mit dem Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung zur Entwicklung neuer Kompetenzen)
    • Anwendungsfreundliche Onlineplattformen, einschließlich der Initiative für einen europäischen Studierendenausweis


    Leitaktion 3 (politische Zusammenarbeit):

    • Umsetzung der bildungspolitischen Agenda der EU
    • Maßnahmen, die die Qualität, Transparenz und Anerkennung von Kompetenzen und Qualifikationen verbessern
    • Politischer Dialog mit Interessenträgern

    Förderung


    Budget:

    • Das Gesamtbudget des Gesamten Erasmus+ Programms beträgt 26,27 Mrd. Euro

    Teilbudgets:

    • Allgemeine und berufliche Bildung: 21,8 Mrd. Euro (83 %)
    • Jugend: 2,7 Mrd. Euro (10,3 %)
    • Sport: 499 Mio. Euro (1,9 %)
    • Betriebskosten der nationalen Agenturen und Programmunterstützung


    Förderung und Ko-Finanzierung:

    • Gefördert wird in aller Regel in Form von Zuschüssen
    • Die konkrete Förderhöhe variiert. Die Förderung erfolgt in den Leitaktionen 1 und 2 (Lernmobilität und Kooperationsprojekte) üblicherweise als Pauschale oder Tagessatz. Die Pauschale kann sich z.B. an der Aufenthaltsdauer und den Lebenshaltungskosten am Durchführungsort bemessen.
    • Förderhöhe und Finanzierungsmodalitäten anderer Aufrufe können auch Ko-Finanzierungsraten (d.h. Eigenanteile) vorsehen. Die genauen Bestimmungen können den jeweiligen Aufrufen entnommen werden.

    Antragsberechtigte


    Antragsberechtigte:

    • Antragsberechtgit sind grundsätzlich juristische Personen, insbesondere Hochschulen, teilweise aber auch Kommunen, Kreise, Unternehmen, Vereine und Verbände.
    • Die genauen Bestimmungen zu den Antragsberechtigten sind den jeweiligen Förderaufrufen zu entnehmen.


    Teilnahmeberechtigte Länder:

    • EU-Mitgliedstaaten
    • Assoziierte Drittstaaten (z.B. Island, Norwegen, Türkei)

    Beantragung


    Arbeitsprogramme:

    • Die EU-Kommission verabschiedet jährliche Arbeitsprogramme
    • In den Arbeitsprogrammen werden die geplanten Aufrufe und Mittelzuweisungen dargelegt
    • Das Arbeitsprogramm 2022 ist veröffentlicht


    Antragstellung:

    • Aufrufe werden über das EU Funding & Tenders Portal veröffentlicht
    • Zur Antragstellung wird eine Registrierung im EU Funding & Tenders Portal benötigt
    • Antragstellende Institutionen benötigen eine mehrstellige Identifikationsnummer, die sogenannte „Organisation ID“ (kurz: OID)
    • Projekte sollen grundsätzlich einen europäischen Mehrwert generieren (u.a. transnationale Dimension, Synergien mit nationalen, regionalen oder lokalen Programmen sowie einen Beitrag zu den Transparenz- und Anerkennungsinstrumenten der EU im Bildungsbereich)

    Weitere Informationen


    Rechtsgrundlage:

    Eur-Lex Datenbank: Verordnung (EU) 2021/817

    Website: EU-Kommission

    Arbeitsprogramm:

    Funding & Tenders Portal: Erasmus+ Dokumente

    Website: EU-Kommission

    Programmwebsites

    Programmwebsite der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA)

    Website: EACEA

    Programmwebsite der Nationalen Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit im Akademischen Austauschdienst (NA-DAAD)

    Website: NA-DAAD


    Verwaltung:

    Erasmus+ wird von der EU-Kommission direkt verwaltet. Die Umsetzung erfolgt teilweise unmittelbar durch die Europäische Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA). Teile von Erasmus+ in den Bereichen Bildung und Jugend werden hingegen durch nationale Agenturen umgesetzt. Erasmus+ Sport wird ausschließlich durch EACEA umgesetzt.

    In Deutschland gibt es insgesamt vier nationale Agenturen:

    • Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB)
    • Nationale Agentur für Erasmus+ Hochschulzusammenarbeit im Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD)
    • Jugend für Europa, Nationale Kontaktstelle Erasmus+ Jugend und Solidaritätskorps (JfE)
    • Nationale Agentur Erasmus + Schulbildung im Pädagogischen Austauschdienst (PAD)

    Die nationalen Agenturen beraten umfassend zu den Fördermöglichkeiten im Programm.

    Letzte Aktualisierung: 13.07.2022

    Weitere Service-Angebote

    EUROPA INFOS RUHR

    Der RVR informiert zu Aufrufen und Beteiligungsmöglichkeiten in der EU.

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    FÖRDERMITTELBILANZIERUNG

    Der RVR bilanziert die EU-Fördermittel für die Region, die Städte und Kreise.

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    ANSPRECHPERSONEN

    Der RVR hält Ansprechpersonen für Europa und Städtepartnerschaften vor.

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    EU-geförderte Projekte

    Der RVR hält eine exemplarische Auswahl EU-geförderter Projekte vor.

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    Andrea Höber

    Andrea Höber
    Referatsleiterin und EU-Beauftragte
    Europäische und regionale Netzwerke Ruhr
    hoeber@rvr.ruhr
    +49 (0) 201 2069 6362
    Kronprinzenstraße 6 45128 Essen

    Victoria Krebber

    Victoria Krebber
    Europäische und regionale Netzwerke Ruhr
    krebber@rvr.ruhr
    +49 (0) 201 2069 248
    Kronprinzenstraße 6 45128 Essen

    Christoph Sebald

    Christoph Sebald
    Europäische und regionale Netzwerke Ruhr
    sebald@rvr.ruhr
    +49 (0) 201 2069 350
    Kronprinzenstraße 6 45128 Essen