ERASMUS+ Erwachsenen- und Berufsbildung

Auf einen Blick

Was wird gefördert:

Lernmobilität von Individuen und Gruppen, die Zusammenarbeit von Organisationen und Einrichtungen sowie die politische Zusammenarbeit in den Bereichen Erwachsenen- und Berufsbildung.

Wer wird gefördert:

Juristische Personen, also z.B. Kommunen, Kreise, Vereine oder Unternehmen, aus den Bereichen Erwachsenenbildung und berufliche Bildung.

Wie wird gefördert:

Zuschuss, Preisgelder und Vergaben. Zuschüsse in den Leitaktionen 1 und 2 werden in der Regel als Pauschalen und Tagessätze gewährt. Einzelne Aufrufe weisen auch Ko-Finanzierungssätze mit Eigenanteilen auf.

Beratung

Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA-BiBB)
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn

Fon: +49 (0) 228 107 1608
Kontakt: NA-BiBB​​​​​​​

Die Details

Ziele


Allgemeinen Ziele:

  • Unterstützung der bildungsbezogenen, beruflichen und persönlichen Entwicklung von Menschen
  • Förderung von nachhaltigem Wachstum, hochwertiger Beschäftigung und sozialem Zusammenhalt sowie die Anregung von Innovationen in Europa
  • Stärkung der europäischen Identität und des bürgerschaftlichen Engagements

Spezifisches Ziel im Bildungsbereich:

  • Förderung der Lernmobilität von Einzelpersonen und Gruppen im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung


Teilprogramme:

  • Allgemeine und berufliche Bildung (Erwachsenen- und Berufsbildung, Hochschul- und Schulbildung)
  • Jugend
  • Sport

Leitaktionen:

  • Die Ziele werden in den Teilprogrammen mittels dreier Leitaktionen verfolgt. Darüber hinaus werden im Teilprogramm Allgemeine und berufliche Bildung sogenannte Jean-Monnet-Maßnahmen durchgeführt
  • Leitaktion 1: Lernmobilität
  • Leitaktion 2: Zusammenarbeit zwischen Organisationen und Einrichtungen
  • Leitaktion 3: Unterstützung der Politikentwicklung und der politischen Zusammenarbeit
  • Jean-Monnet-Maßnahmen

Förderfähige Maßnahmen


Leitaktion 1 (Lernmobilität):

  • Lernmobilität von Lernenden und Personal in der beruflichen Bildung
  • Lernmobilität von Lernenden und Personal in der Erwachsenenbildung
  • Lernmobilität kann mit virtuellem Lernen und Maßnahmen wie Fremdsprachenförderung, vorbereitenden Besuchen, Schulungen und Formen der virtuellen Arbeit einhergehen
  • Für Personen, die nicht an einer Lernmobilität teilnehmen können, kann diese durch virtuelles Lernen ersetzt werden

Leitaktion 2 (Zusammenarbeit zwischen Organisationen):

  • Themenbezogene Kooperationspartnerschaften, einschließlich kleinerer Partnerschaften (z.B. in den Themenfeldern digitaler und grüner Wandel, Inklusion, Werte und Vielfalt oder Entwicklung von Schlüsselkompetenzen)
  • Exzellenzpartnerschaften (Netzwerke von Einrichtungen mit dem Ziel Exzellenz zu fördern, im Bereich Erwachsenen- und Berufsbildung insbesondere Zentren der beruflichen Exzellenz sowie Erasmus+ Lehrkräfteakademien)
  • Innovationspartnerschaften (Partnerschaften mit dem Ziel innovative Verfahren zu entwickeln), insbesondere Allianzen für Innovation (Kooperation des Hochschulbereichs mit dem Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung zur Entwicklung neuer Kompetenzen)
  • Anwendungsfreundliche Onlineplattformen, einschließlich der elektronischen Plattform für Erwachsenenbildung in Europa


Leitaktion 3 (politische Zusammenarbeit):

  • Umsetzung der bildungspolitischen Agenda der EU
  • Maßnahmen, die die Qualität, Transparenz und Anerkennung von Kompetenzen und Qualifikationen verbessern
  • Politischer Dialog mit Interessenträgern
  • Qualitätssicherung
  • Zusammenarbeit mit anderen Instrumenten der EU
  • Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung

Jean-Monnet-Maßnahmen:

  • Förderung von Lehre, Lernen, Forschen und Debatten zu Angelegenheiten der europäischen Integration im Teilprogramm allgemeine und berufliche Bildung
  • Im Bereich Erwachsenen- und Berufsbildung werden Ausbildungsmodule an Einrichtungen der Erst- und Weiterbildung von Lehrkräften gefördert

Förderung


Budget:

  • Das Gesamtbudget beträgt 26,27 Mrd. Euro

Teilbudgets:

  • Allgemeine und berufliche Bildung: 21,8 Mrd. Euro (83 %)
  • Jugend: 2,7 Mrd. Euro (10,3 %)
  • Sport: 499 Mio. Euro (1,9 %)
  • Betriebskosten der nationalen Agenturen und Programmunterstützung


Förderung und Ko-Finanzierung:

  • Gefördert wird in aller Regel in Form von Zuschüssen
  • Die konkrete Förderhöhe variiert. Die Förderung erfolgt in den Leitaktionen 1 und 2 (Lernmobilität und Kooperationsprojekte) üblicherweise als Pauschale oder Tagessatz. Die Pauschale kann sich z.B. an der Aufenthaltsdauer und den Lebenshaltungskosten am Durchführungsort bemessen.
  • Förderhöhe und Finanzierungsmodalitäten anderer Aufrufe können auch Ko-Finanzierungsraten (d.h. Eigenanteile) vorsehen. Die genauen Bestimmungen können den jeweiligen Aufrufen entnommen werden.

Kombination mit anderen Programmen:

  • Projekte, die Mittel aus Erasmus+ erhalten, können durch Mittel aus anderen EU-Förderprogrammen ko-finanziert werden.
  • Erhält ein Projekt, das durch Erasmus+ gefördert werden soll, ein Exzellenzsiegel, kann das Projekt ohne weitere Prüfung mit Mitteln aus den Strukturfonds (z.B. EFRE) finanziert werden.
  • Mitgliedstaaten können Mittel aus Programmen unter geteilter Mittelverwaltung (d.h. den Strukturfonds) auf Erasmus+ übertragen. Die Mittel werden dann zugunsten des betreffenden Mitgliedsstaats verwaltet.

Antragsberechtigte


Antragsberechtigte:

  • Antragsberechtigt sind grundsätzlich juristische Personen, also z.B. Kommunen, Kreise, Vereine, Bildungseinrichtungen oder Unternehmen aus den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung.
  • Die genauen Bestimmungen zu den Antragsberechtigten sind den jeweiligen Förderaufrufen zu entnehmen.

Beantragung


Arbeitsprogramme:

  • Die EU-Kommission verabschiedet jährliche Arbeitsprogramme
  • In den Arbeitsprogrammen werden die geplanten Aufrufe und Mittelzuweisungen dargelegt
  • Das Arbeitsprogramm 2022 ist veröffentlicht


Antragstellung:

  • Aufrufe werden über das EU Funding & Tenders Portal veröffentlicht
  • Zur Antragstellung wird eine Registrierung im EU Funding & Tenders Portal benötigt
  • Antragstellende Institutionen benötigen eine mehrstellige Identifikationsnummer, den sogenannten „Participant Identification Code“ (kurz: PIC)
  • Projekte sollen grundsätzlich einen europäischen Mehrwert generieren (u.a. transnationale Dimension, Synergien mit nationalen, regionalen oder lokalen Programmen sowie einen Beitrag zu den Transparenz- und Anerkennungsinstrumenten der EU im Bildungsbereich)

Weitere Informationen


Rechtsgrundlage:

Eur-Lex Datenbank: Verordnung (EU) 2021/817

Website: EU-Kommission

Arbeitsprogramm: 

Funding & Tenders Portal: Erasmus+ Dokumente

Website: EU-Kommission

Programmwebsites:

Programmwebsite der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA)

Website: EACEA

Programmwebsite der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA-BiBB)

Website: NA-BiBB


Verwaltung

Erasmus+ wird von der EU-Kommission direkt verwaltet. Die Umsetzung erfolgt teilweise unmittelbar durch die Europäische Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA). Teile von Erasmus+ in den Bereichen Bildung und Jugend werden hingegen durch nationale Agenturen umgesetzt. Erasmus+ Sport wird ausschließlich durch EACEA umgesetzt.

In Deutschland gibt es insgesamt vier nationale Agenturen:

  • Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA-BiBB)
  • Nationale Agentur für Erasmus+ Hochschulzusammenarbeit im Akademischen Austauschdienst (NA-DAAD)
  • Jugend für Europa, Nationale Kontaktstelle Erasmus+ Jugend und Solidaritätskorps (JfE)
  • Pädagogischer Austauschdienst der Kultusministerkonferenz, Nationale Agentur für EU-Programme im Schulbereich (PA)

Die nationalen Agenturen beraten umfassend zu den Fördermöglichkeiten im Programm.

Letzte Aktualisierung: 13.07.2022

Weitere Service-Angebote

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Andrea Höber

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Referatsleiterin und EU-Beauftragte
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