Interreg A: Deutschland-Nederland

Auf einen Blick

Was wird gefördert:

Projekte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Innovation, Umwelt, Klima, Mobilität, Infrastruktur, Bildung, Demokratie und Zivilgesellschaft.

Wer wird gefördert:

Juristischen und natürlichen Personen, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, Technologiezentren, Wissens- und Bildungsinstitutionen sowie Kommunen, Kreise, Vereine und Verbände.

Wie wird gefördert:

Zuschuss, Preisgelder und Vergaben. Ko-Finanzierung zwischen 50% und 100%.

Beratung

Gemeinsames INTERREG-Sekretariat bei der Euregio Rhein-Waal
Emmericher Str. 24
47533 Kleve

Fon: +49 (0) 2821 793 034
Kontakt: Sekretariat

Die Details

Ziele


Allgemeine Ziele der Strukturförderung:

  • Ein wettbewerbsfähigeres und intelligenteres Europa
  • Ein grüneres und widerstandsfähigeres Europa
  • Ein stärker vernetztes Europa
  • Ein sozialeres Europa
  • Ein bürgernäheres Europa

Interreg-spezifische Ziele (Auszug):

  • Umsetzung der Ziele der Strukturförderung (s.o.)
  • Eine bessere Governance der Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Verwaltungen, Bürger*innen und Zivilgesellschaft der Mitgliedstaaten und ihrer Regionen
  • Eine bessere Zusammenarbeit mit Dritt- und Partnerländern
  • Mehr Sicherheit in Europa


Allgemeines Ziel INTERREG A:

  • Förderung der Grenzüberschreitenden Zusammenarbeit für eine integrierte und harmonische regionale Entwicklung

Programmbereiche:

  • Interreg A: grenzüberschreitende Zusammenarbeit
  • Interreg B: transnationale Zusammenarbeit
  • Interreg C: interregionale Zusammenarbeit (Interreg Europe, Urbact, ESPON, Interact)
  • Interreg D: Zusammenarbeit der Gebiete in äußerster Randlage (trifft für Deutschland nicht zu)

Förderfähige Maßnahmen


Priorität 1, „Ein innovativeres Programmgebiet“:

  • Entwicklung und Ausbau der Forschungs- und Innovationstätigkeiten
  • Förderung von KMU und Schaffung von Arbeitsplätzen durch Investitionen

Priorität 2, „Ein grüneres Programmgebiet“:

  • Anpassung an den Klimawandel, Katastrophen- und Risikoprävention
  • Förderung des Übergangs zu einer ressourcenschonenden und Kreislaufwirtschaft

Priorität 3, „Ein verbundenes Grenzgebiet“:

  • Bessere und inklusivere Arbeitsmärkte durch Förderung der Sozialwirtschaft
  • Besserer und inklusiverer Zugang zu Dienstleistungen der allgemeinen und beruflichen Bildung
  • Gleichberechtigter Zugang zur Gesundheitsversorgung

Priorität 4, „Ein bürgernäheres Europa im Grenzgebiet“:

  • Effiziente Verwaltung durch Förderung der administrativen Zusammenarbeit und der Zusammenarbeit zwischen Bürger*innen und Zivilgesellschaft
  • Vertrauensbildende Maßnahmen, insbesondere durch People-to-People Aktivitäten


Förderinstrumente:

  • Reguläres Projekt: max. 10 Partner, max. 5 Mio. Euro Zuwendung, max. 48 Monate Projektdauer
  • Projekt mit beschränkt offenem Teil: max. 10 Partner, mit zunächst X unbekannten Begünstigten, max. 5 Mio. Euro Zuwendung, max. 48 Monate Projektdauer
  • Kleinprojektefonds: max. 1 Partner, zzgl. X unbekannte Endempfänger (Details aktuell noch unklar)

Fokusthemen:

  • Für die Förderung innerhalb der Prioritäten wurden Fokusthemen identifiziert
  • Agro & Food: insbesondere agrarwirtschaftliche und umweltbezogene Projekte
  • Energie & Klima: insbesondere Projekte zur Reduzierung des Energieverbrauchs, zum Ausbau erneuerbarer Energien, zur Reduzierung von Emissionen oder zum Ausbau von Wissen und Akzeptanz
  • High Tech Systems & Materials: insbesondere Projekte im Bereich Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung, Elektromobilität, Hightech und Materialien
  • Health & Care: insbesondere innovative Projekte im Bereich der medizinischen Versorgung und der Pflege
  • Integration, Bildung & Arbeitsmarkt: insbesondere grenzübergreifende Bildungsangebote, grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen, Anerkennung von Berufsqualifikationen, Spracherwerb und Digitalisierung
  • Cross-overs: Projekte, die mehr als ein Fokusthema berühren

Förderung


Budget:

  • Das Gesamtbudget beträgt 8,05 Mrd. Euro

Teilbudgets:

  • Interreg A: 6,7 Mrd. Euro (72,2%); davon entfallen auf das Programm Interreg A Deutschland-Nederland: 241 Mio. Euro
  • Interreg B: 2,3 Mrd. Euro (18,2%); davon entfallen auf Interreg B Nordwesteuropa: 310 Mio. Euro
  • Interreg C: 557 Mio. Euro (6,1%); davon entfallen auf Interreg Europa: 379 Mio. Euro, auf Urbact: 85 Mio. Euro, auf ESPON: 48 Mio. Euro und auf Interact: 45 Mio. Euro
  • Interreg D: 329 Mio. Euro (3,5%)


Ko-Finanzierung:

  • Für projektbezogene Ausgaben in den Prioritäten 1 & 2 beträgt die Ko-Finanzierung  grundsätzlich 50%
  • Für projektbezogene Ausgaben von Universitäten und Hochschulen gilt in den Prioritäten 1 & 2 ein erhöhter Ko-Finanzierungssatz von 70%
  • Für projektbezogene Ausgaben in den Prioritäten 3 & 4 beträgt die Ko-Finanzierung grundsätzlich 70%
  • Für Kleinprojekte beträgt die Ko-Finanzierung grundsätzlich 50%
  • Verwaltungsaufgaben werden in allen Prioritäten in der Regel zu 100% finanziert

Förderfähige Kosten:

  • Personalkosten
  • Büro und Verwaltung
  • Reise und Unterbringung
  • Kosten für externer Expertise und Dienstleistungen
  • Ausrüstung
  • Infrastruktur und Bauarbeiten

Antragsberechtigte


Antragsberechtigte:

  • Antragsberechtigt sind grundsätzlich alle juristischen und natürlichen Personen, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, Technologiezentren, Wissens- und Bildungsinstitutionen sowie Kommunen, Kreise, Vereine und Verbände.
  • Im Wettbewerb stehende Unternehmen werden nur gefördert, wenn sie Kooperationen mit Unternehmen, Bildungs- oder Forschungseinrichtungen eingehen.


Teilnahmeberechtigte Länder:

  • Der Programmraum umfasst das deutsch-niederländische Grenzgebiet
  • In der Metropole Ruhr fallen nur der Kreis Wesel und die Stadt Duisburg unter die Gebietskulisse

Projektpartner:

  • Es werden ausschließlich Kooperationsprojekte mit mindestens je einem Partner aus Deutschland und den Niederlanden gefördert

Beantragung


Antragstellung:

  • Es gibt regelmäßige Antragsrunden (ca. alle 10 Wochen)
  • Die Beantragung erfolgt über das regionale Programmanagement (für die Metropole Ruhr die Euregio Rhein-Waal)
  • Das regionale Projektmanagement erteilt Interessierten Zugang zur digitalen Antragsmaske


Gewährungskriterien:

  • Mindestens jeweils ein Projektpartner aus Deutschland und den Niederlanden
  • Grenzübergreifender Charakter, z.B. durch gemeinsame Ausarbeitung, Durchführung, Finanzierung und personelle Zusammenarbeit
  • Ergebnisse müssen dem Programmraum zugutekommen
  • Nachhaltigkeit und Kontinuität ist darzulegen
  • In den Prioritäten 1 und 2 sollen bevorzugt kleinere und mittlere Unternehmen berücksichtigt werden

Weitere Informationen


Rechtsgrundlage:

Eur-Lex Datenbank: Verordnung (EU) 2021/1059

Website: EU-Kommission

Eur-Lex Datenbank: Durchführungsbeschluss (EU) 2022/74 zur Budgetverteilung

Website: EU-Kommission

Eur-Lex Datenbank: Durchführungsbeschluss (EU) 2022/75 zu den Interreg-Programmgebieten

Website: EU-Kommission

Arbeitsprogramm

Arbeitsprogramm und Förderrichtlinien auf der Programmwebsite des gemeinsamen INTERREG-Sekretariats bei der Euregio Rhein-Waal

Website: Sekretariat


Programmwebsite:

Programmwebsite des gemeinsamen INTERREG-Sekretariats bei der Euregio Rhein-Waal

Website: Sekretariat

Verwaltung:

Interreg A wird in geteilter Mittelverwaltung umgesetzt. Das Programm verteilt sich auf eine Reihe geographischer Teilräume entlang der Grenzgebiete. Verwaltungsbehörde für den Programmbereich Interreg A: Deutschland-Nederland ist das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW. Die Umsetzung des Programms wird von einem Begleitausschuss kontrolliert, in dem alle 15 Programmpartner aus Deutschland und den Niederlanden vertreten sind. Gemeinsame Lenkungsausschüsse entscheiden über Projektanträge. Das regionale Programmmanagement ist auf die Ems Dollart Region, die EUREGIO, die Euregio Rhein-Waal und die euregio rhein-maas-nord übertragen. Für die Metropole Ruhr ist die Euregio Rhein-Waal mit Sitz in Kleve zuständig.

Letzte Aktualisierung: 29.07.2022

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