EU4Health

Auf einen Blick

Was wird gefördert:

Ergänzende Maßnahmen zur Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung in den Mitgliedstaaten, Kapazitäten zur Reaktion auf grenzüberschreitende Gesundheitsgefahren, Innovationen, Digitalisierung, Koordinierung und Vernetzung im Gesundheitsbereich.

Wer wird gefördert:

Juristische Personen, also z.B. Kommunen, Kreise und Unternehmen.

Wie wird gefördert:

Zuschuss, Preise und Vergaben. Ko-Finanzierung grundsätzlich bis zu 60%. In besonders begründeten Fällen bis zu 80%. Üblicherweise Konsortialförderung.

Beratung

Europäische Exekutivagentur für Gesundheit und Digitales (HaDEA)
Pl. Charles Rogier 16
1210 Saint-Josse-ten-Noode
Belgien

Kontakt: HaDEA

Die Details

Ziele


Allgemeine Ziele:

  • Verbesserung und Förderung der Gesundheit in der Union
  • Schutz der Menschen in der Union vor schwerwiegenden grenzüberschreitenden Gesundheitsgefahren
  • Verbesserung der Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von Arzneien und Medizinprodukten und Förderung von Innovation im Hinblick auf solche Produkte
  • Stärkung der Gesundheitssysteme durch Verbesserung ihrer Resilienz und Ressourceneffizienz

Das Programm erbringt einen Unionsmehrwert und ergänzt die Maßnahmen der Mitgliedstaaten zur Verbesserung der Gesundheit der Menschen in der Union.


Spezifische Ziele:

  • Unterstützung von Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung u.a. durch die Verringerung von Gesundheitsschäden durch illegale Drogen, Verbesserung der Patientenrechte und der grenzüberschreitenden Versorgung sowie Verbesserung der Überwachung, Diagnose und Behandlung von Krankheiten, insbesondere Krebs
  • Stärkung der Fähigkeit der Union zur Prävention, Vorsorge und raschen Reaktion hinsichtlich schwerwiegender grenzüberschreitender Gesundheitsgefahren
  • Verbesserung der Verfügbarkeit, Zugänglichkeit und Erschwinglichkeit von Arzneimitteln und Medizinprodukten sowie Förderung nachhaltiger Produktions- und Lieferketten und von Innovationen in der Union
  • Bedarfsbezogene Ergänzung der nationalen Bevorratung mit unentbehrlichen krisenrelevanten Produkten auf Unionsebene
  • Einrichtung von Schulungsressourcen für eine Reserve von Gesundheitspersonal, das im Fall einer Gesundheitskrise mobilisiert werden kann
  • Stärkung der Verwendung von Gesundheitsdaten für Gesundheitsversorgung, Forschung und Innovation sowie Förderung der Einführung digitaler Dienste
  • Verbesserung des Zugangs zu hochwertiger, patienten- und ergebnisorientierter Gesundheitsversorgung
  • Unterstützung der Entwicklung, Umsetzung und Durchsetzung des Unionsrechts im Gesundheitsbereich
  • Unterstützung abgestimmten Vorgehens zwischen den Mitgliedstaaten und Ausbau der Vernetzung über transnationale Netzwerke
  • Unterstützung globaler Verpflichtungen und Gesundheitsinitiativen sowie der Zusammenarbeit mit Drittländern

Förderfähige Maßnahmen


Förderfähige Maßnahmen:

  • Förderfähig sind nur Maßnahmen, mit denen die Ziele des Programms verwirklicht werden

Förderung


Budget:

  • Gesamtbudget: 5,3 Mrd. Euro

Teilbudgets:

  • Mindestens 20% des Budgets sind für Gesundheitsförderung und zur Krankheitsprävention vorgesehen
  • Höchstens 12,5% des Budgets sind für die Beschaffung krisenrelevanter Produkte auf Unionsebene vorgesehen
  • Höchstens 12,5% des Budgets sind für die Unterstützung globaler Verpflichtungen vorgesehen
  • Höchstens 8% des Budgets ist für administrative Aufgaben vorgesehen


Ko-Finanzierung:

  • Der Ko-Finanzierungssatz beträgt grundsätzlich bis zu 60%
  • Für außerordentlich zweckmäßige Vorhaben kann der Ko-Finanzierungssatz auf bis zu 80% angehoben werden
  • Maßnahmen der WHO und europäische Referenznetzwerke können vollfinanziert werden

Kombination mit anderen Finanzmitteln:

  • Finanzhilfen können mit Finanzierungsmitteln öffentlicher und privater Finanzierungsinstitute kombiniert werden
  • Maßnahmen können durch Beiträge aus anderen Unionsprogrammen ko-finanziert werden, sofern die Förderung nicht dieselben Kosten betreffen und die förderfähigen Gesamtkosten durch die Förderung nicht überschritten werden

Antragsberechtigte


Antragsberechtigte:

  • Antragsberechtigt sind grundsätzlich juristische Personen aus einem EU-Mitgliedsstaat oder einem assoziierten Drittstaat, also z.B. Kommunen, Kreise, Hochschulen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Deutschland.
  • Die genauen Bestimmungen zu den Antragsberechtigten sind den jeweiligen Förderaufrufen zu entnehmen.

Teilnahmeberechtigte:

  • Alle Rechtsträger aus allen Ländern sind grundsätzlich teilnahmeberechtigt
  • Rechtsträger, mit Sitz in einem nicht assoziierten Drittland tragen die Kosten ihrer Teilnahme grundsätzlich selbst


Teilnahmeberechtigte Länder:

  • EU-Mitgliedstaaten
  • EWR und EFTA-Staaten
  • Beitretende Staaten
  • Länder der europäischen Nachbarschaftspolitik
  • Assoziierte Drittländer

Beantragung


Arbeitsprogramme:

  • Die EU-Kommission verabschiedet einjährige Arbeitsprogramme
  • In den Arbeitsprogrammen werden die geplanten Aufrufe und Mittel festgelegt
  • Das Arbeitsprogramm für 2022 ist veröffentlicht

Antragstellung:

  • Aufrufe werden auf dem EU Funding & Tenders Portal veröffentlicht
  • Zur Antragstellung wird eine Registrierung im EU Funding & Tenders Portal benötigt
  • Antragstellende Institutionen benötigen eine mehrstellige Identifikationsnummer, den sogenannten „Participant Identification Code“ (kurz: PIC)


Projektpartner:

  • In aller Regel handelt es sich um eine Konsortialförderung. Die Anforderungen an Konsortien entnehmen Sie dem jeweiligen Aufruf

Weitere Informationen


Rechtsgrundlage:

Eur-Lex Datenbank: Verordnung (EU) 2021/522

Website:EU-Kommission

Arbeitsprogramm:

Funding & Tenders Portal: EU4Health Dokumente

Website: EU-Kommission


Programmwebsite:

Programmwebsite der EU-Kommission, Generaldirektion SANTE (auf Englisch)

Website: EU-Kommission

Letzte Aktualisierung: 24.06.2022

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