Europäischer Sozialfonds NRW (ESF)

Das Programm auf einen Blick

Was wird gefördert:

Förderung der Beschäftigung und Unterstützung der Mobilität der Arbeitskräfte, Förderung der sozialen Eingliederung und Bekämpfung der Armut, Investitionen in Bildung, Kompetenzen und lebenslanges Lernen.

Wer wird gefördert:

Kommunen und kommunale Verbände, Unternehmen, Berufsverbände und Kammern, Bildungseinrichtungen, Zivilgesellschaft, Vereine und Verbände,  (nicht abschließend) in NRW.

Wie wird gefördert:

Zuschuss. EU-Kofinanzierung in der Regel 50%.

Kontakt

ESF Verwaltungsbehörde

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW
Fürstenwall 25
40219 Düsseldorf

Fon: +49 211 - 85 55
Website: MAGS NRW

Laufzeit und Förderkulisse

Laufzeit und Förderkulisse

Das Programm läuft von 2014 bis 2020.

Das operationelle Programm des ESF NRW gilt für ganz Nordrhein-Westfalen. 

Ziele

Ziele

Prioritätenachse A: „Förderung der Beschäftigung und Unterstützung der Mobilität der Arbeitskräfte“

Prioritätenachse B: „Förderung der sozialen Eingliederung und Bekämpfung der Armut“

Prioritätenachse C: „Investitionen in Bildung, Kompetenzen und lebenslanges Lernen“ 

Zu den Prioritätenachsen gehören insgesamt fünf spezifische Investitionsprioritäten. Zur Konkretisierung werden kennzeichnende Ziele definiert und Programme bzw. Projekte aufgelegt.

Zielgruppen

Zielgruppen

Hauptzielgruppe

Hauptzielgruppen sind benachteiligte junge Menschen, insbesondere auch ohne Schul- und Berufsabschluss, Langzeitarbeitslose, Frauen und Erwerbstätige, insbesondere solche mit geringer Qualifikation oder geringen Einkommen, sowie Personen mit Migrationshintergrund, vor allem in schwierigen Lebenslagen (z. B. Flüchtlinge).

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind je nach spezifischem Ziel, geplantem Programm bzw. Projekt:

  • kleine und mittlere Unternehmen
  • Qualifizierungsgesellschaften
  • Bildungs- und Beschäftigungsträger/-innen
  • Industrie- und Handelskammern
  • Handwerkskammern
  • Kommunen
  • sonstige Projekträger/-innen und Verbände
  • Werkstätten für behinderte Menschen
Budget und Ko-Finanzierung

Budget und Ko-Finanzierung

Mit mehr als 70 Milliarden Euro jährlich unterstützt der Europäische Sozialfonds (ESF) 2014 bis 2020 Millionen Menschen beim Zugang zu besseren Arbeitsplätzen.

In Deutschland erhalten Bund und Länder von 2014-2020 insgesamt rund 7,5 Milliarden Euro aus dem ESF der EU. Davon fließen rund 2,7 Milliarden Euro in das ESF-Bundesprogramm und rund 4,8 Milliarden Euro in die ESF-Aktivitäten der Bundesländer.

627 Millionen Euro entfallen auf Nordrhein-Westfalen. Von diesen 627 Millionen Euro fließen in die Prioritätsachse A 47% der ESF Mittel (294 Millionen EUR), in die Prioritätsachse B 31% der ESF Mittel (194 Millionen EUR) und in die Prioritätsachse C 18% der ESF Mittel (114 Millionen EUR). Insgesamt werden für die Bereiche Prävention und Armutsbekämpfung über 60% der verfügbaren Mittel eingeplant. Die restlichen 4% der Mittel entfallen auf den Bereich technische Unterstützung.

Der EU-Kofinanzierungssatz kann von Projekt zu Projekt abweichen, im Durchschnitt liegt er in Nordrhein-Westfalen bei 50 %. Details sind den Projektaufrufen zu entnehmen. Die zuständigen Bezirksregierungen beraten zu den Einzelheiten.

Einzelziele und Programmstruktur

Einzelziele und Programmstruktur

Prioritätenachse A

Die Prioritätenachse A "Förderung der Beschäftigung und Unterstützung der Mobilität der Arbeitskräfte" umfasst folgende spezifischen Ziele:

  • Verbesserte Koordinierung zur Förderung des Übergangs von der Schule in den Beruf
  • Verbesserung der beruflichen Integration von jungen Menschen nach Austritt aus der allgemeinbildenden Schule
  • Steigerung der Innovationsaktivität und der Anpassungsfähigkeit von Unternehmen
  • Sicherung des Fachkräfteangebots

Prioritätenachse B

Die Prioritätenachse B „Förderung der sozialen Eingliederung und Bekämpfung der Armut“ umfasst folgende spezifischen Ziele:

  • Verbesserung der Teilhabe- und Beschäftigungschancen langzeitarbeitsloser Menschen zur Bekämpfung von Armut
  • Sozialräumliche Armutsbekämpfung bei Menschen im SGB II und Armutszuwanderern
  • Unterstützung der Inklusion behinderter Menschen

Prioritätenachse C

Die Prioritätenachse C „Investitionen in Bildung, Kompetenzen und lebenslanges Lernen“ umfasst folgende spezifischen Ziele:

  • Verbesserung der Grundbildung
  • Unterstützung der Weiterbildung pädagogischen Personals
  • Weiterentwicklung der Ausbildungssysteme hinsichtlich der Anforderungen des Arbeitsmarktes und Verbesserung der Ausbildungsqualität

Projektaufrufe

Es gibt aus den spezifischen Zielen abgeleitete Programme und Projekte, die eine bestimmte Laufzeit haben. Diese Projektaufrufe haben z. B. folgende Themen bzw. Titel:

  • Fachkräftesicherung
  • Beratung zur beruflichen Entwicklung
  • Beschäftigtentransfer
  • Bildungsscheck
  • Einzelprojekte zur Integration
  • Flankierung des Aktionsplans Inklusion
  • Jugend in Arbeit plus
  • Kein Kind zurücklassen
  • KMU3-Beratung für Fachkräfte
  • Kooperative Ausbildung an Kohlestandorten
  • Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung
  • Weiterbildung geht zur Schule
Weitere Hinweise

Weitere Hinweise

Umsetzung

Als konkrete Anlaufstellen vor Ort unterstützen in erster Linie die 16 Regionalagenturen in den Arbeitsmarktregionen von NRW. Für das Ruhrgebiet sind dies die folgenden Regionalagenturen:

  • Regionalagentur Mittleres Ruhrgebiet (Bochum, Herne, Witten, Hattingen)
  • Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet (Dortmund, Kreis Unna, Hamm)
  • Regionalagentur Märkische Region (Hagen, Märkischer Kreis, Ennepe-Ruhr-Kreis)
  • Regionalagentur NRW Regionalagentur MEO e. V. (Mülheim, Essen, Oberhausen)
  • Regionalagentur NiederRhein (Duisburg, Kreis Wesel, Kreis Kleve)
  • Regionalagentur Emscher-Lippe (Kreis Recklinghausen, Stadt Bottrop, Stadt Gelsenkirchen)

Die Bewilligung von ESF-Projekten ist auf die fünf Bezirksregierungen des Landes übertragen worden. Für das Ruhrgebiet zuständig sind:

  • Bezirksregierung Arnsberg
  • Bezirksregierung Düsseldorf
  • Bezirksregierung Münster

Integrierter Ansatz

Das OP ESF NRW ist Teil eines integrierten Einsatzes der Europäischen Strukturfonds EFRE, ESF und ELER. Das bedeutet, dass die drei Europäischen Strukturfonds miteinander kombiniert werden können. Ein Beispiel ist der gemeinsamen Aufrufe zur präventiven und nachhaltigen Entwicklung von Quartieren und Ortsteilen sowie zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung ("Starke Quartiere – starke Menschen").

Zusammenhängende Programme

Neben dem ESF für NRW gibt es noch den Europäischen Sozialfonds des Bundes (ESF Bund). Während der ESF Bund den Schwerpunkt in der Fachkräftesicherung und der Bekämpfung der Armut hat, fokussiert sich der ESF NRW stärker auf die Problemlagen des Landes. In engem Zusammenhang mit dem ESF steht auch das EU-Programm für Beschäftigung und soziale Innovation (EaSI). Der EaSI ergänzt und unterstützt die Instrumente und Aktivitäten, die vor allem im Rahmen des Europäischen Sozialfonds durchgeführt werden.

Programmwebsite

Weitere Informationen zum ESF.NRW, zu Projektaufrufen sowie den entsprechenden Kontaktstellen finden Sie auf der Programmwebsite. 

Website: ESF.NRW