Erasmus+ Erwachsenenbildung

Das Programm auf einen Blick

Was wird gefördert:

Auslandsaufenthalte von Bildungspersonal, strategische Partnerschaften in der Erwachsenenbildung, Wissenstransfer und Untersützung von Innovation sowie politischer Reformen in der Erwachsenenbildung.

Wer wird gefördert:

Kommunen und kommunale Verbände, Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Vereine und Verbände, etc.

Wie wird gefördert:

Zuschuss.

Kontakt

Nationale Kontaktstelle

Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA-BIBB)
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn

Fon: +49 228 107 16 76
Kontakt: NA-BIBB

Laufzeit und Förderkulisse

Laufzeit und Förderkulisse

Das Programm läuft von 2014 bis 2020.

Teilnahmeberechtigte Länder

  • Alle Mitgliedstaaten der EU und einzelne Länder außerhalb der EU ("Programmländer")
  • benachbarte Partnerländer der EU
  • weitere Partnerländer

Die Details sind im Programmleitfaden Erasmus+ (Teil A) beschrieben.

Ziele

Ziele

Ziel von Erasmus+ im Bereich der Erwachsenenbildung ist es, Bildungseinrichtungen bzw. deren Personal zu internationalisieren. Das bedeutet:

  • Beitrag zur Professionalisierung der Weiterbildung sowohl im personellen Bereich als auch im Sinne der Organisationsentwicklung
  • Erweiterung der praktischen Kompetenzen von Lehrkräften um die Komponente der internationalen Erfahrung
  • Profitieren von internationalen Partnern im konzeptionellen Bereich der Erwachsenenbildung (für die im administrativen Bereich beschäftigten Fachkräfte)
  • Voranbringen innovativer Entwicklungen im Bereich der Erwachsenenbildung durch transnationale Zusammenarbeit

Gefördert werden daher mit der Erwachsenenbildung innerhalb von Erasmus+:

Leitaktion 1 - Mobilitätsprojekte in der Erwachsenenbildung

  • organisierte Lehr- oder Lernaufenthalte im europäischen Ausland für Bildungspersonal (z. B. Fortbildungskurse, Job-Shadowings oder auch Aufenthalte bei Partnern zu Lehrzwecken)
  • Die Projekte werden von Einrichtungen der Erwachsenenbildung organisiert (u. a. Volkshochschulen, Vereine, kirchliche Träger der Erwachsenenbildung).

Leitaktion 2 - Strategische Partnerschaften

  • Projekte, die auf den Transfer, die Entwicklung und/oder die Umsetzung von Innovation und bewährten Verfahren abzielen
  • Dies kann auf lokaler, regionaler, nationaler, europäischer oder auf Organisationsebene stattfinden. Dabei ist es sowohl möglich, das Projekt sektoral anzulegen – d.h. innerhalb des Sektors Erwachsenenbildung – als auch sektorübergreifend – d. h. zwei oder mehrere Sektoren betreffend (z. B. berufliche Bildung, Erwachsenenbildung, Hochschule, Schule, Jugend).

Leitaktion 3 - Unterstützung politischer Reformen

  • Entwicklung und Umsetzung innovativer politischer Konzepte
  • Politischer Dialog und Wissensaustausch in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend
Zielgruppen

Zielgruppen

Leitaktion 1 - Mobilitätsprojekte

Zielgruppen

Beschäftigte in Planung und Vermittlung von Lehr- und Lernprozessen in der Erwachsenenbildung (haupt-, neben- oder freiberuflich Beschäftigte)

Beispiele:

  • pädagogisch tätiges Personal (z. B. Kursleiter/-innen sowie Dozentinnen und Dozenten unabhängig von ihrer Fachrichtung)
  • Sprachenlehrkräfte
  • Leiter/-innen von Grundbildungs- oder Gesundheitskursen
  • Verwaltungspersonal von Erwachsenenbildungseinrichtungen (auch wenn nicht unterrichtend tätig)

Antragsberechtigte

Alle öffentlichen oder privaten Einrichtungen, die einen juristischen Status haben

Beispiele: 

  • Volkshochschulen
  • Familienbildungsstätten
  • Vereine
  • kirchliche Träger der Erwachsenenbildung
  • Unternehmen
  • Behörden
  • Kommunen
  • Kammern
  • Universitäten/Hochschulen

Einzelpersonen sind nicht antragsberechtigt, jedoch können Einrichtungen Mobilitätsstipendien für Personen beantragen, die nicht unmittelbar bei der Einrichtung beschäftigt sind. Einzelpersonen aus der förderfähigen Zielgruppe können sich bei diesen Einrichtungen bewerben (Die NA BIBB stellt auf ihrer Website eine Übersicht geförderter Fortbildungsangebote zur Verfügung).

Leitaktion 2 - Strategische Partnerschaften

Zielgruppen

Alle öffentlichen oder privaten Einrichtungen, die im weitesten Sinne in der Erwachsenenbildung tätig sind:

  • Bildungseinrichtungen
  • Volkshochschulen
  • Vereine
  • Verbände
  • Stiftungen
  • Hochschulen
  • Nichtregierungsorganisationen

Antragsberechtigte

Alle öffentlichen oder privaten Einrichtungen, die einen juristischen Status haben, Beispiele: 

  • Volkshochschulen
  • Familienbildungsstätten
  • Vereine
  • kirchliche Träger der Erwachsenenbildung
  • Unternehmen
  • Behörden
  • Kommunen
  • Kammern
  • Universitäten/Hochschulen

Einzelpersonen sind nicht antragsberechtigt.

Budget und Ko-Finanzierung

Budget und Ko-Finanzierung

Erasmus+ ist mit einem Budget in Höhe von rund 14,7 Milliarden Euro ausgestattet. Darüber hinaus wurden 1,68 Milliarden Euro für die Finanzierung von Maßnahmen mit Drittländern (Partnerländern) aus den Haushaltsmitteln für das auswärtige Handeln der EU bereitgestellt.

Informationen über das für die Aktionen jeweils verfügbare Budget, die geplante Anzahl von Projekten, für die eine Finanzhilfe gewährt werden soll, sowie vorläufige durchschnittliche Finanzhilfen werden im jährlichen Arbeitsprogramm Erasmus+ veröffentlicht.

Einzelziele und Programmstruktur

Einzelziele und Programmstruktur

Leitaktion 1 - Mobilitätsprojekte in der Erwachsenenbildung

Einrichtungen in Deutschland gestalten die Mobilitätsprojekte aufgrund der in der Einrichtung identifizierten Bedarfe. Beispiele:

  • Entsendungen zu einem oder mehreren Kursangeboten, um das Personal in strukturierten Kursen weiter zu qualifizieren. Die Dauer der einzelnen Mobilitäten richtet sich nach der Kursdauer.
  • Kooperationen mit weiteren Beteiligten, zu denen Personal im Sinn des Job-Shadowings entsendet wird. Lehr- und Lernvereinbarungen zwischen Kooperationspartnern und Teilnehmenden regeln Ziele, Inhalte und Aktivitäten beim Partner.
  • Entsendung von Teilnehmenden zu Lehraufenthalten beim Kooperationspartner (Möglichkeit auf Gegenseitigkeit, wenn auch die Partnereinrichtung im eigenen Land einen Mobilitätsantrag einreicht)

Eckdaten der Förderung:

Einen finanziellen Zuschuss gibt es für folgende Kosten:

  • Fahrtkosten: Betrag pro Person nach Entfernung zwischen Wohn- und Lernort (Distanzbänder)
  • Aufenthalt: Betrag pro Person nach Zielland und Dauer
    (Fahrtkosten und Aufenthaltskosten werden auch für Begleitpersonen von Teilnehmenden mit einer Behinderung als Stückkosten beantragt)   
  • Organisation: Betrag pro Person für die Einrichtung zur Unterstützung der Qualität der Durchführung (Vorbereitung der Teilnehmenden; Abstimmungen; Monitoring; Lernergebnisse feststellen); der Betrag verringert sich ab dem 101. Teilnehmenden.
  • Kurskosten
  • Special Needs: Für Personen mit besonderem Bedarf aufgrund von einer Behinderung können zusätzliche Mittel beantragt werden. Die Abrechnung erfolgt auf der Basis der tatsächlich entstandenen Kosten.
  • Außergewöhnliche Kosten: 75% der tatsächlichen Kosten. Gilt nur für die Inanspruchnahme einer Bankbürgschaft, sofern die NA eine Bankbürgschaft anfordert.

Bis auf die nachzuweisenden Kosten für Inanspruchnahme der Kategorie „special needs“ basieren alle Kostenarten auf Stückkosten. Die Berechnung erfolgt also auf der Basis eines festgesetzten Einzelbetrags in der betreffenden Kostenart. Die einzelnen Beträge sind in einer Fördertabelle hinterlegt (siehe Website der NA beim BIBB).

Leitaktion 2 - Strategische Partnerschaften

Eckdaten der Förderung:

  • Förderung: max. 150.000 Euro/Jahr
  • Projektdauer: 2 bis 3 Jahre, in Abhängigkeit vom Ziel des Projekts und vom Umfang der geplanten Aktivitäten
  • Anzahl der Partner: mindestens drei Einrichtungen aus drei am Programm teilnehmenden Staaten, maximal 10 Partner
  • Antragstellung: durch den Koordinator für die gesamte Partnerschaft

Die Förderung erfolgt mittels eines Baukastensystems. Aus diesem können - je nach geplanten Projektaktivitäten und angestrebten Zielen - einzelne Module ausgewählt werden:

  • Projektmanagement und Implementierung: Dieses Modul ist Bestandteil jeder Strategischen Partnerschaft.
  • Transnationale Treffen: Dieses Modul beinhaltet Arbeitstreffen im Rahmen der Strategischen Partnerschaft.
  • Intellektuelle Outputs: Dieses Modul bezieht sich auf zu erarbeitende Produkte.
  • Multiplikatorenveranstaltungen: Die Auswahl dieses Moduls ist nur in Kombination mit dem Modul "Intellektuelle Outputs" möglich.
  • Transnationale Lehr- und Lernaktivitäten: Mit diesem Modul ist es möglich, Mobilitäten von Lernenden und/oder Bildungspersonal in das Projekt zu integrieren, wenn die Projektziele eine Erprobungsphase erfordern.
  • Besonderer Bedarf
  • Außerordentliche Kosten
  • Förderung auf Basis von Stückkosten: Um eine möglichst einfache Antragstellung und Abrechnung zu gewährleisten, wird im Wesentlichen auf der Basis von Stückkosten ("unit costs") gefördert.
  • Förderung auf Basis der tatsächlichen Kosten:  Werden prinzipiell Stückkosten als Basis für die Förderung genommen, gilt dies nicht für die die Module "Außerordentliche Kosten" (Unteraufträge, spezielle Ausrüstung etc.) und "Besonderer Bedarf" (für Personen mit Beeinträchtigungen). Hier wird auf der Basis der tatsächlichen Kosten gefördert.
Weitere Hinweise

Weitere Hinweise

Es gibt einen jährlichen Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen (Calls). Die Aufrufe werden auf dem EU Funding & Tenders Portal veröffentlicht. Dort sind Fristen und Budget der jeweiligen Aktionen festgelegt. Einen zusätzlichen nationalen Aufruf gibt es bei Erasmus+ nicht. 

Die frühzeitige Beantragung (vor Antragstellung) eines Participant Identification Code (PIC)  ist notwendig.

Die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) berät als nationale Kontaktstelle bei der Antragstellung.

Programmwebsite

Weitere Informationen zum Förderprogramm, zu Projektaufrufen sowie den entsprechenden Kontaktstellen finden Sie auf der Programmwebsite. 

Website: NA-BIBB