Die Reihe der EU-Ruhr-Dialoge

Gemeinsame Stimme für die Metropole Ruhr

Nach dem ersten gemeinsamen Besuch der Oberbürgermeister, Landräte und der Regionaldirektorin im Januar 2013 in Brüssel entwickelte sich aus dem EU-Ruhr-Dialog schnell ein wiederkehrendes Format. Die Stärke des Formats liegt in der gemeinsamen Stimme, mit der die Delegation in der Zeit in Brüssel spricht. Dann repräsentieren die Oberbürgermeister, Landräte und Regionaldirektorin nämlich nicht nur ihre jeweiligen Städte, Kreise und Verwaltungen, sondern insgesamt 5,1 Mio. Menschen und den dichtesten Ballungsraum des bevölkerungsreichsten Mitgliedstaates der EU. Das Angebot zum Dialog mit der Metropole Ruhr wird in Brüssel stets gut und interessiert angenommen. In der Region selbst werden die Delegationsreisen mit großem politischen wie auch medialem Interesse begleitet.

Gut zu wissen

Der RVR hat die EU-Ruhr-Dialoge initiiert, um die Potenziale, Ideen und Fragen der Region direkt in Brüssel zu platzieren. Damit wird der RVR dem Wunsch der Kommunen und Kreise nach besserer Vernetzung und intensiverem Austausch mit der europäischen Ebene gerecht.

Ein Format – wechselnde Themen

Jeder EU-Ruhr-Dialog findet zu einem spezifischen Thema bzw. aus einem konkreten Anlass statt. Dabei steht immer die Verknüpfung regionaler Themen und Projekte mit europäischen Initiativen im Mittelpunkt. Der EU-Ruhr-Dialog 2013 galt als erster europapolitischer Erfahrungsaustausch der Region in Brüssel. Der zweite EU-Ruhr-Dialog wurde 2014 unter dem Titel „Europäische Perspektiven für eine nachhaltige Wirtschafts-, Arbeitsmarkt- und Sozialentwicklung in der Metropole Ruhr“ durchgeführt. Im Rahmen des EU-Ruhr-Dialogs 2016 wurde die „Grüne Infrastruktur Ruhr“ vorgestellt. Im Oktober 2017 standen die „Zukunft der Kohäsionspolitik“ sowie die „Perspektiven der europäischen Metropole Ruhr“ im Mittelpunkt der vierten Reise. Der EU-Ruhr-Dialog 2020 (virtuelles Format) stand ganz im Lichte der Anforderungen der Region an die Ausgestaltung der neuen EU-Strukturpolitik 2021–2027.

5. EU-Ruhr-Dialog 2020

5. EU-Ruhr-Dialog 2020

Anforderungen an die EU-Strukturförderung 2021–2027

Anforderungen an die EU-Strukturförderung 2021–2027

Anstelle eines physischen Treffens in Brüssel fanden im Juli 2020 aufgrund der COVID-19-Pandemie Videokonferenzen zwischen der Metropole Ruhr und der EU-Kommission statt. An den Gesprächen nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung (DG REGIO), der Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration (DG EMPL) sowie Mitglieder des Kabinetts der EU-Kommissionsvizepräsidentin Šuica (zuständig für Demokratie und Demografie) teil.

Anlass für den 5. EU-Ruhr-Dialog gaben die fortschreitenden Verhandlungen zur Ausgestaltung der EU-Strukturförderung 2021–2027 sowie die Planungen der EU-Kommission für eine „Konferenz zur Zukunft Europas“. Ziel der Metropole Ruhr war es, spezifische Positionen hierzu vorzutragen und konkrete Beiträge der Region zu einem intelligenteren, grüneren, sozialeren und bürgernäheren Europa zu erörtern. Die Positionen leiteten sich insbesondere aus einem gemeinsamen Positionspapier des RVR, der Städte und Kreise sowie des Ruhrparlaments ab.

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4. EU-Ruhr-Dialog 2017

4. EU-Ruhr-Dialog 2017

Bedeutung der zukünftigen Kohäsionspolitik für die Metropole Ruhr

Bedeutung der zukünftigen Kohäsionspolitik für die Metropole Ruhr

Im Oktober 2017 standen die „Zukunft der Kohäsionspolitik“ sowie die „Perspektiven der europäischen Metropole Ruhr“ im Mittelpunkt der vierten gemeinsamen Reise der Oberbürgermeister, Landräte und Regionaldirektorin. Die Delegation diskutierte diese Themen in fünf Fachgesprächen mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern aus neun Generaldirektionen der EU-Kommission und auf einer Podiumsveranstaltung im Ausschuss der Regionen. An diesen Gesprächen nahmen u.a. Günther Oettinger (EU-Kommissar für Haushalt und Personal), Marc Lemaître (Generaldirektor der Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung) und Kieran McCarthy (Mitglied im Ausschuss der Regionen) teil.

In den Dialogen ging es nicht nur darum, Modellprojekte aus der Metropole Ruhr und die vielfach praktizierte regionale und interkommunale Zusammenarbeit zu präsentieren. Auch richtete die Delegation mittels eines Positionspapiers konkrete Forderungen an die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger der EU. So machte sie sich für die Fortsetzung der Kohäsionspolitik für alle europäischen Regionen stark. Gleichermaßen setzte die Delegation sich für eine stärkere Einbindung der kommunalen Ebene bei der Ausgestaltung der Förderinstrumente sowie für Vereinfachungen mit Blick auf die Verwaltung und Antragsstellung von EU-Fördermitteln ein.

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3. EU-Ruhr-Dialog 2016

3. EU-Ruhr-Dialog 2016

Modellregion für Grüne Infrastruktur

Modellregion für Grüne Infrastruktur

Die Metropole Ruhr hat sich zu einer Modellregion für Grüne Infrastruktur in Europa entwickelt. Die getätigten Investitionen in Höhe von mehreren Milliarden Euro in die Qualität der Städtelandschaft, in den ökologischen Umbau der Fließgewässer, in die Attraktivität des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorts Ruhr und in die Lebensqualität der Stadtquartiere bilden die Grundlage der „Grünen Infrastruktur Ruhr“. 

Ziel des EU-Ruhr-Dialogs 2016 war es, die Anliegen und Projekte der Grünen Infrastruktur Ruhr vorzustellen und deren Anschlussfähigkeit an entsprechende Initiativen der EU zu beraten. Die Fachgespräche mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern der EU-Kommission erlaubten der Delegation, die grüne Visitenkarte der Metropole Ruhr in Brüssel abzugeben. Im Rahmen eines Forums wurde diese auch einer breiten Fachöffentlichkeit präsentiert. Einen Überblick über die Grüne Infrastruktur in der Metropole Ruhr bietet die Website des RVR. 

Website: RVR

2. EU-Ruhr-Dialog 2014

2. EU-Ruhr-Dialog 2014

Nachhaltige Wirtschafts-, Arbeitsmarkt- und Sozialentwicklung

Nachhaltige Wirtschafts-, Arbeitsmarkt- und Sozialentwicklung

Der zweite EU-Ruhr-Dialog wurde 2014 unter dem Titel „Europäische Perspektiven für eine nachhaltige Wirtschafts-, Arbeitsmarkt- und Sozialentwicklung in der Metropole Ruhr“ durchgeführt. Wesentliches Anliegen der Ruhr-Delegation war es, der EU-Ebene die Probleme bei der Integration von Zuwanderern zu verdeutlichen und für einen zielgerichteten Einsatz von EU-Mitteln in diesem Bereich zu werben. Der Fokus des Dialogs mit Brüssel lag daher auf der Ausgestaltung des Europäischen Sozialfonds (ESF) in der EU-Förderperiode 2014–2020.

In einem Gespräch mit dem dafür zuständigen EU-Kommissar László Andor warben die Oberbürgermeister, Landräte und die Regionaldirektorin für ein hohes Maß an Gestaltungsfreiheit für die Kommunen und Kreise innerhalb des ESF. Eine wesentliche Erkenntnis der Beratungen war, dass die Metropole Ruhr mit ihrer guten Praxis bei der Entwicklung von integrierten Projekten an der Schnittstelle von Stadterneuerung, Bildung und Integration eine Vorbildfunktion für die Bewältigung von sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen in europäischen Ballungsräumen übernehmen kann.

1. EU-Ruhr-Dialog 2013

1. EU-Ruhr-Dialog 2013

Auftakt der EU-Ruhr-Dialog-Reihe

Auftakt der EU-Ruhr-Dialog-Reihe

Der EU-Ruhr-Dialog 2013 galt als erster europapolitischer Erfahrungsaustausch. Im Mittelpunkt stand daher das Kennenlernen europäischer Strukturen. Von besonderem Interesse für die politische Delegation der Metropole Ruhr waren die Fördertöpfe, die die EU der kommunalen Ebene bietet. So steht finanzielle Unterstützung aus Brüssel u.a. für die Stadterneuerung, wärmegedämmte Fassaden, den Klimaschutz und Innovationen bereit.

 

Dass die Oberbürgermeister, Landräte und die Regionaldirektorin zum ersten Mal gemeinsam in Brüssel auftraten, wurde in der Presseöffentlichkeit in besonderem Maße hervorgehoben. Auch die Delegation selbst erkannte, dass die gemeinschaftliche Werbung für das Ruhrgebiet nicht nur in Brüssel gut ankommt, sondern auch praktische Vorteile bietet. So lautete das Fazit der Reise: Gemeinsam stärker – auch in Europa.

 

Kontaktbox 6er

Andrea Höber

Andrea Höber
Referatsleiterin und EU-Beauftragte
Europäische und regionale Netzwerke Ruhr
hoeber@rvr.ruhr
+49 (0) 201 2069 6362
Kronprinzenstraße 6 45128 Essen

Victoria Krebber

Victoria Krebber
Europäische und regionale Netzwerke Ruhr
krebber@rvr.ruhr
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Kronprinzenstraße 6 45128 Essen